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Ausstellung: Vom Schnee
Noch vor wenigen Jahren fiel der Schnee ausschließlich aus den Wolken. Wenn die Temperatur niedrig und die Luftfeuchtigkeit hoch genug sind, schneit es auch heute im Winter. Eiskristalle verbinden sich zu Schneeflocken, fallen auf die Erde und bedecken die Landschaft mit einem reflektierenden Weiß. Schnee fasziniert.
Die Formenvielfalt der Schneekristalle und ihre sechsstrahlige Struktur, von chinesischen Gelehrten im 2. Jahrhundert v.Chr. entdeckt, beschäftigt Mathematik und Physik. In den Möglichkeiten sich auf Schnee lustvoll und variantenreich zu bewegen liegt seit seinen Anfängen der Reiz des Schilaufs. Schnee bestimmt mit seinen unumgänglichen Begleitern den Minusgraden aber auch die Lebensbedingungen für Mensch und Natur. Und schließlich ist es gerade das Zusammenspiel von Weiß und Licht, das die Malerei seit den frühen Schneedarstellungen der Renaissance bis heute herausfordert.
Nach dem anfänglich ausschließlichem Interesse der Kunst an der winterlich verschneiten Landschaft beschäftigt sie sich heute mit den naturwissenschaftlichen Dimensionen des Schnees genau so, wie mit dessen künstlicher Produktion.
Schneebilder zählen zu den bedeutendsten Werken im Oeuvre des Kitzbüheler Malers Alfons Walde (1891-1958).
Mit Wintersportbildern und deren Reproduktionen hat Walde das Bild der Tourismusstadt Kitzbühel bis heute geprägt.
Im Dezember 2008 jährt sich der Todestag Alfons Waldes zum 50.mal. Für das Museum Kitzbühel ist das der Anlass inmitten der Debatte um eine globale Klimaerwärmung Schnee und seine Darstellung, seine Beziehungen zu Kunst, Naturwissenschaft und Tourismus in einer Ausstellung genauer zu betrachten.

















